Helmut (Eugen) Wörner war der Gründer und langjährige CEO der Controlware GmbH, einem bedeutenden deutschen IT-Dienstleister und Managed Service Provider. Er prägte mit seinem Engagement und unternehmerischen Weitblick die Entwicklung des Unternehmens über vier Jahrzehnte und verstarb am 5. April 2023 im Alter von 81 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.
Lebensweg und Wirken Helmut Wörner gründete die Controlware GmbH am 26. September 1980 in Dreieich/Götzenhain, ursprünglich mit Fokus auf Systemintegration und der Entwicklung eigener IT-Produkte. Der Betrieb startete in einer Garage, entwickelte sich aber innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem Unternehmen mit mehreren Tochtergesellschaften und internationaler Ausrichtung. Besondere Meilensteine waren die Gründung der productware GmbH 1988 und der ExperTeach GmbH 1995 – letzteres aus dem von ihm initiierten firmeninternen Schulungszentrum hervorgegangen. Durch die Übernahme der Networkers AG 2006 wurde das Angebot weiter ausgebaut. Helmut Wörner engagierte sich auch für die Hochschullandschaft und war maßgeblich an der Gründung des Kooperativen Studiengangs Informatik der Hochschule Darmstadt beteiligt.
Werte und Persönlichkeit Helmut Wörner war ein Mann der Praxis, der auch das schnell wachsende Unternehmen nie abgehoben führte. Trotz der Expansion blieb die Hierarchie stets flach, seine Tür stand für Mitarbeitende jederzeit offen, und Zuverlässigkeit sowie Bodenständigkeit bestimmten sein berufliches und privates Handeln. Ein zentrales Leitmotiv für ihn war der Bosch-Grundsatz: „Lieber Geld verlieren als Vertrauen“; für ihn waren Qualität, Flexibilität und Ideenreichtum sowie echte Kundenorientierung essenziell.
Privatleben und Familie Die Controlware Gruppe betrachteten Helmut Wörner und seine Frau Dörte Wörner als „viertes Kind“. Sie kümmerten sich beide leidenschaftlich um das Wohl der Mitarbeitenden und die Weiterentwicklung der Firmen. Für Helmut Wörner bestand das Leben aus Herausforderungen und Chancen, er behielt auch privat eine grundlegend positive Haltung. Die Familie spielte eine zentrale Rolle in seinem Leben, und er wollte stets Vorbild als Geschäftsmann und Mensch sein.
Nachwirken Nach 30 Jahren zog sich Helmut Wörner aus der Geschäftsführung zurück, blieb aber bis zuletzt als Beiratsvorsitzender aktiv. Seine Werte und sein Führungsstil prägen das Unternehmen bis heute und genießen bei Mitarbeitenden und Geschäftspartnern große Wertschätzung.
Helmut Wörner hinterlässt ein beachtliches Lebenswerk in der deutschen IT-Branche und bleibt als Unternehmer und Mensch ein Vorbild für alle, die mit Controlware in Berührung kommen.
Ingo Klingbeil war Schulleiter der Aueschule in Dietzenbach. Er war ein Menschenfreund, sozial engagiert, empathisch und zugewandt. Gleichzeitig konnte er zupacken und andere überzeugen, wenn es ihm notwendig erschien. Am 27. März 2025, einen Tag vor seinem 84. Geburtstag, ist Ingo Klingbeil gestorben.
Er ist Mitgründer des Verein Zusammenleben der Kulturen. Er war der Kopf und das Herz der von ihm gegründeten Fahrradwerkstatt, und er hat das Projekt „Open Boule“ initiiert.
Heinrich Eckert war bis zu seinem Tode Fraktionsvorsitzender der AfD in Dietzenbach. Seit 2016 saß er im Stadtparlament als Fraktionsvorsitzender.
Zuvor war er bei der Wählerinitiative Freier Wähler – Bürger für Dietzenbach (FW-BFD) aktiv. Bei den Kommunalwahlen 2011 war er noch Kandidat der WIR-BFD (Listenplatz 11).
Neben seiner politischen Betätigung, war er in verschiedenen Vereinen aktiv. Unter anderem bei der VSG Dietzenbach.
Nikola Pengacevic hat mit seinem Engagement in verschiedenen Organisationen sowie Ausländerbeiräten einen großen Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander in Dietzenbach und darüber hinaus geleistet. Er kam aus dem ehemaligen Jugoslawien und ist seit fast 50 Jahren in Dietzenbach zuhause. Nikola Pengavic kämpft gegen Polarisierung, Ausgrenzung, Diskriminierung und für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Er hat 1986 den Ausländerbeirat Dietzenbach gegründet und war lange Jahre dessen Vorsitzender. Seine Themen sind seit jeher Gleichberechtigung, Inklusion und die Förderung des Demokratieverständnisses.
Aus der Offenbach Post vom 13.7.2022: Trauer um Dagobert Dobrowolski
Dagobert Dobrowolski Heimatforscher Der Heimat- und Geschichtsverein sowie die Kolpingsfamilie Dietzenbach haben ein wertvolles Mitglied verloren: Dagobert Dobrowolski ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Sein unermüdliches Bestreben, den Menschen die Geschichte näherzubringen, bleibt sicherlich vielen Dietzenbachern im Gedächtnis. Ob historische Vorträge gewesen, die er im Museum hielt, oder Altstadtführungen – Dagobert Dobrowolski hat Geschichte lebendig werden lassen. Insbesondere die alten Römer und die NS-Zeit hatten ihn beschäftigt, und dieses Interesse wusste der ehemalige Lehrer zu übertragen. Daneben hat er stets an den Luftangriff, die „Bombennacht“, vom 20. auf den 21. September 1941 erinnert, sowie die Geschichte der Bunker erforscht, die infolgedessen im Dorf im Wiesengrün errichtet worden waren. Doch neben der Leidenschaft für Geschichte lag ihm auch das Gemeinwohl sehr am Herzen: Bei der Tafel packte Dobrowolski kräftig an, in der Kolpingfamilie organisierte er den Witwentreff und war eine Stütze für viele alleinstehende Damen – er selbst war ebenfalls verwitwet. Zuletzt zeigte er sich solidarisch mit ukrainischen Flüchtenden und brachte auch dies auf seine geschätzte authentische und ehrliche Art zum Ausdruck. Er selbst musste 1943 mit seiner Familie aus der Ukraine flüchten und hatte in Dietzenbach eine Heimat gefunden. li
Die Eltern von Uschi Heusel waren Sudetendeutsche die erst nach Waldacker flohen, und dann durch die Möglichkeit Land zu erwerben nach Steinberg zogen. 1956 kam Uschi Heusel in Dietzenbach auf die Welt.
In Dietzenbach besuchte Sie die alte Schule, die Dietrich-Bonhoeffer-Schule und die Ernst-Reuter-Schule. Nach der Realschule absolvierte sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau und arbeitete bis 1993 in ihrem Ausbildungsberuf.
Schon immer hatte Uschi Heusel eine Vorliebe für das Zeichnen. Als Kind ist sie dem Künstler Karl Heinz Wagner begegnet und Ihre Kunst präsentiert. Dieser wies sie freundlich aber bestimmt ab, dass ihre Fähigkeiten noch nicht ausreichend wären, für die Aufnahme in den Künstlerkreis. Erst viele Jahre später hat sie das Angebot bekommen, in den Künstlerkreis aufgenommen zu werden, was sie aber dankend abgelehnt hat. Zu Karl Heinz Wagner hat sie bis zu seinem Tod einen guten Kontakt gehabt.
Eine Kuriosität ist, dass sie mit ihrer älteren Schwester Doris den gleichen Nachnamen hat, obwohl beide verheiratet sind. Das lag daran, dass beide Ehepartner Brüder waren. Mittlerweile ist der Ehemann von Doris Heusel leider verstorben.
Die Entscheidung sich aus dem Berufsleben zurückzuziehen und sich der Kunst zu widmen, hat nur mit der Unterstützung des Ehemanns Klaus geklappt. Beide haben einen Sohn und drei Enkelkinder.
Die Figur der Ratte Ludwig entstand 1997. Jedes Mal wenn ein Enkelkind von Uschi Heusel auf die Welt kam, hat auch die Ratte Ludwig mit seiner Frau Gerda ein Kind bekommen: Karlheinz, Emma und Siggi.
Seit 1998 erscheint regelmäßig wöchentlich in der Tageszeitung Offenbach Post ein Cartoon der Ratte Ludwig.
Neben dem Zeichnen ist der Garten ein großes Hobby von Uschi Heusel, wo sie viel Zeit verbringt. Im Garten werden auch die Hühner gehalten, welche die Familie Heusel jeden Tag mit frischen Eiern versorgt.
Auswärts wird eher gegessen, da Frau Heusel gerne selber kocht. Ansonsten ist die Pizzeria Casa zum Steinberg die erste Wahl fürs Essen gehen.
Sie scheint in Dietzenbach vor allem, dass die Stadt von Wald umgeben ist. Ihr Wunsch ist es, dass die Stadt sauberer wird.
Über 20 Jahre hat der türkischstämmige Arzt Ihsan Obut seine Praxis in Dietzenbach gehabt. In dieser Zeit hat er das Vertrauen vieler Patienten:innen gewonnen. Vor allem ältere Migranten:innen hatten den Vorteil sich mit ihm in Ihrer Muttersprache unterhalten zu können. Die Praxis war im Dachgeschoss der Babenhäuser Str. 22 und hat nun endgültig seine Pforten geschlossen. In diesem Jahr (März 2022) hat sich Ihsan Obut entschieden in den Ruhestand zu gehen.
Geboren am 23.2.1956 in Wolfhagen/Nordhessen als erstes Kind der Eheleute Edelgard und August Schmidt. Aufgewachsen in Volksmarsen/Nordhessen mit zwei Geschwistern Petra (*1957) und Thomas (*1963).
Nach dem Besuch der Volksschule in Volkmarsen, Besuch der Wilhelm-Filchner-Gesamtschule in Wolfhagen mit Abschluss Abitur.
Danach erfolgte 1976 eine zweijährige Ausbildung an der Sekretärinnen- und Sprachen-Fachschule in Baden-Baden.
Am 1. August 1978 Anstellung bei der MDSI (Manufacturing Data Systems International, Deutschland GmbH) anfangs al Sekretärin. Zuletzt als Account Administratorin.
Am 9. Juli 1978 Hochzeit mit Helmut Butterweck. 1981 Geburt des Sohnes Christian und 1982 Geburt des Sohnes Stephan.
1985 Einzug in das selbst erbaute Haus in Steinberg.
1988 bis 1989 Umschulung zur Pharmareferentin.
1989 tätig als Pharmareferetin bei der Mundipharma in Limburg. Seit 1991 bis zur Rente (28 Jahre) bei der der Ciba-Geigy (die heutige Novartis Pharma GmbH) tätig.
Politikund Ehrenamt
Mit dem damaligen Mieter, Stephan Gieseler, der später Bürgermeister wurde, entwickelte sich eine Freundschaft. Dieser überredete Kornelia Butterweck in die CDU einzutreten.
2001 Einzug in das Startparlament als erste Nachrückerin. Engagement am Runden Tisch – für ein humanes Miteinander.
2005 Gründungs- und Vorstandsmitglied der Dietzenbacher Tafeln.
2006 nach der Kommunalwahl Stadtverordnetenvorsteherin. 2011 erneut zur Stadtverordnetenvorsteherin gewählt. Mit dem Amt der Stadtverordnetenvorsteherin auch damit Leiterin des Runden Tisches.
Initiatorin des Boxprojektes Dietzenbach.
Leitung der interfraktionellen Arbeitsgruppe Integration.
Vorsitzende der Arbeitsgruppe Integration, welche das Integrationskonzept für die Kreisstadt Dietzenbach erarbeitet hat.
Einsatz für die Städtepartnerschaft Oconomowoc/Wisconsin.
Zwischen 2016 und 2021 politische Pause.
2019 Wahl zur ersten Vorsitzenden vom Förderverein „Wohnverbund Dietzenbach/Rödermark“ Behindertenwohnanlage im Kindäckerweg.
Seite 2019 stellvertretende Schiedsfrau.
2021 wieder in die Stadtverordnetenversammlung gewählt.
Mitgliedschaft in Vereinen
VSG Dietzenbach
Dietzenbacher Tafel
Tell Schützen
Seniorenhilfe Dietzenbach
VDK Dietzenbach
VIB Dietzenbach
Deutsches Rotes Kreuz
Tanzgarde Dietzenbach
Förderverein der Behindertenwohnanlage in Dietzenbach
Aus der Offenbach Post vom 14.01.2022:
Christdemokratin Kornelia Butterweck ist zu Gast im Erzählcafé des Vereins „Caglayancerit“
Sie bringt das nach außen, was Dietzenbach im Innersten ausmacht: Die Initiative „Dietzenbacher Menschen“ des Vereins „Caglayancerit“ trägt Informationen zu Bürgern zusammen, die Spuren hinterlassen haben. 51 Namen umfasst die Liste im Internet bisher. Darunter Verstorbene wie die ehrenamtliche Stadträtin Anja Schäfer und immer noch Aktive wie der Tanzlehrer Winfried Senkbeil.
Dietzenbach – „Wir haben Menschen in der Stadt, die dazu beitragen, dass Dietzenbach so ist, wie es ist“, sagt der Initiator des Projektes, Cengiz Hendek. Regelmäßig organisiert der Verein auch ein Erzählcafé. Als neuster Gast gesellte sich dort die ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin Kornelia Butterweck zu Moderator Hendek.
Mehrere Stationen einer politischen Karriere hat die Christdemokratin in Dietzenbach bereits erlebt. Lange Jahre war sie Erste Bürgerin, noch heute sitzt sie als Abgeordnete im Parlament. Ehemann Helmut Butterweck vertritt derzeit die CDU im Magistrat. Zur Politik gebracht hat die gebürtige Nordhessin Ex-Bürgermeister Stephan Gieseler. „Er hat bei uns im Haus gewohnt und wir haben ihn bei seinem ersten Bürgermeisterwahlkampf bereits unterstützt“, erzählt sie. Eine Aussage, die Hendek zu einer scherzhaften Replik veranlasst: „Dann hat dieses Haus ja schon einiges hervorgebracht, von einem Bürgermeister über ein Magistratsmitglied bis zu Stadtverordneten und einer Stadtverordnetenvorsteherin.“
Seit 1978 leben die ausgebildete Fremdsprachensekretärin und spätere Pharmareferentin und ihr Mann in Dietzenbach. Zuerst in der Auestraße, später – mit den beiden heute erwachsenen Söhnen – in einem Haus in Steinberg. Mittlerweile sorgen vier Enkelkinder dafür, dass es der Großmutter, die nun Rentnerin ist, nicht langweilig wird.
Sie habe gerade in ihrer Zeit als Stadtverordnetenvorsteherin das Dietzenbacher Leben sehr schätzen gelernt, sagt Butterweck. „Das war eine Bereicherung, wir haben großartige Vereine, liebenswerte Menschen und tolle Feste.“ Mitinitiieren konnte sie Projekte wie den „Runden Tisch für ein humanes Miteinander“ und das Boxprojekt.
Weniger gerne erinnert sich Butterweck an die Phase zurück, als sie als Bürgermeisterin kandidierte und die Stichwahl zugunsten von Jürgen Rogg ausging. „Natürlich war ich enttäuscht, da rollen schon ein paar Tränen“, gesteht sie ein. Aber sie habe hohen Respekt vor dem demokratischen Prozess und sei auch nicht der Typ, der den Kopf in den Sand steckt. „Ich habe dann mein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung weiter ausgeübt.“ Auch im vergangenen Jahr haben die Dietzenbacher sie erneut ins Parlament entsandt.
Und als wäre das politische Engagement nicht genug, hat sich Kornelia Butterweck bis vor Kurzem im Vorstand des Vereins für Sport und Gesundheit engagiert und leitet seit zwei Jahren den Förderverein für den Wohnverbund Dietzenbach/Rödermark der Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach. „Das war gerade zu Anfang der Pandemie nicht einfach, denn wir sind auf Kontakte und Spenden angewiesen“, sagt sie. Indes bleibe immer noch Zeit für Reisen, eine der Leidenschaften des Ehepaars. Auch wenn Corona derzeit Grenzen setzt, so sind die Butterwecks schon viel in der Welt herumgekommen und haben oft die einfachsten Verhältnisse vor Ort erlebt. „Es ist immer wieder erschreckend festzustellen, auf welch hohem Niveau wir hier leben“, zieht die ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin Bilanz.
Aus Dietzenbach wegzuziehen sei indes bis heute nie infrage gekommen, betont Butterweck. „Wir leben hier sehr gut und ich schätze etwa den Steinberger Wald, da kann ich richtig abschalten“, sagt sie. Als Hendek fragt, was man denn in der Stadt verbessern könnte, muss sie nicht lange überlegen: „Ich mache mir Sorgen um die Kinder und Jugendlichen, vor allem um die, die keine andere Idee mehr haben, als Steine zu werfen. Die müssen wir wieder in die Gesellschaft einreihen und auch die Eltern dabei mitnehmen.“ (Von Barbara Scholze)