Stappelton, Helga

Zusammen mit ihrem Mann Georg Stappelton, der im Krieg einen Arm verloren hatte, hat Helga Stappelton über Jahrzehnte hinweg das Wohl und die Entwicklung des Vereins VSG Dietzenbach bestimmt.

1994 erhielt Helga Stappelton das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der BRD.

2003 Trägerinnen des Bürgerpreises für ehrenamtliche Sozialarbeit vom Kreis Offenbach

2010 Ehrung für ihr 40-jähriges Engagement im Breiten- und Rehasport vom HBRS


Aus der Offenbach Post vom 29.4.2014

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Feier im Zeichen der Trauer
„Helga, du wirst uns sehr fehlen“

Dietzenbach – Die Feier des Vereins für Sport und Gesundheit zum 50-jährigen Bestehen stand im Zeichen der Trauer. Von Matthias Towae

Ein trauriger Umstand wirft Schatten auf einen freudigen Anlass: Auf der akademischen Feier zum 50-jährigen Bestehen des Vereins für Sport und Gesundheit (VSG) ist die Trauer über den Verlust der kürzlich verstorbenen Ehrenvorsitzenden Helga Stappelton groß. Kurz nachdem Vorsitzender Norbert Spengler am Samstag die zahlreichen Gäste im Theaterbistro des Bürgerhauses willkommen heißt, verschlägt es ihm die Sprache. Die Trauerrede bricht er unter Tränen ab. Schriftführerin Edith Konrad kommt ihm zu Hilfe: „Helga war die Seele unseres Vereins“, lässt sie die Rede gefasst an. Sie und ihr Mann Georg haben den Verein aufgebaut und mehr noch weit über die Gemarkungsgrenzen bekannt gemacht. Die Vielzahl von Feiern trügen unter anderem zu diesem hohen Bekanntheitsgrad bei. .

„Wir alle denken an viele schöne Erlebnisse mit ihr“, sagt Ehrenbürgermeister Jürgen Heyer, der zugleich die Feier moderiert, und fährt fort: „Ich denke, so eine Feier ist auch in ihrem Gedenken, weil sie alle einschließt, die die Kontinuität des Vereins gewahrt haben“, würdigt er der Verstorbenen Einsatz für die Mitglieder des VSG. Stadtverordnetenvorsitzende Kornelia Butterweck ergreift ebenfalls die Chance zu einer kurzen Ansprache und würdigt Stappelton als „großartige Frau“.

Magistratsmitglied Rainer Engelhardt, der in Vertretung für Bürgermeister Jürgen Rogg zugegen ist, würdigt den Verein und die Verstorbene. „Die Kreisstadt ist stolz darauf, so einen Verein zu haben“, betont Engelhardt, „weshalb sie auch in Zukunft ihren Beitrag leisten wird“, sagt er zum Abschluss seiner Rede und übergibt als Geschenk eine Kreisstadt-Chronik an den Vorsitzenden. Bei einer Neuauflage derselben wolle er dafür eintreten, dem Verein zumindest eine Seite zuzugestehen, da in selbiger Chronik der VSG fehle.

Die Dietzenbacher Landtagsabgeordnete Ulrike Alex wünscht sich, „dass der Verein auch zukünftig seine segensreiche Arbeit weiterverfolgen kann“. Sie wiederum möchte ihren Teil dazu beitragen. Ferner äußert sie die Hoffnung, „dass vielleicht auch diese Feierstunde dazu beiträgt, wieder mehr in den öffentlichen Fokus zu rücken“. Andere Ehrengäste schwelgen in Erinnerungen. Zum Beispiel Heinz Wagner, Vize-Präsident des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationsverbands: „Ich habe drei Jahrzehnte mit Helga Sport getrieben, das Frauen- und Kindersportfest auf den Hessentagen eröffnet. Helga, wir vermissen dich, du wirst uns sehr fehlen“.

Im Rahmenprogramm beeindruckte Jungzauberer Philippe Walter die Gäste mit seiner Show und Familie Neumann zeichnete für die musikalische Untermalung der Veranstaltung verantwortlich.

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Conrad, Edith

  • geboren 1940 in Deutschland
  • Überlebende des Holocaust
  • Großeltern Hermann und Paula Eschwege
  • Tochter von Joseph und Esther Ortloff, geborene Eschwege
  • Inhaberin des Ehrenbriefes des Landes Hessen
  • Langjährige Vorsitzende der Volkshochschule Dietzenbach
  • Langjähriges Vorstandsmitglied der VSG Dietzenbach
  • Langjährige Stadtverordnete
  • Gründungsmitglied Arbeitskreis Aktives Gedenken in Dietzenbach e.V.

Ihr Vater war Katholik. Edith Conrad überlebte den Holocaust gemeinsam mit ihrer Mutter im Versteck. Die Großeltern Eschwege und die Tante Theresia Wolf mit ihrem Ehemann wurden deportiert und kamen im Konzentrationslager um. Edith Conrad war die einzige der Familie Eschwege aus Frankfurt, die in Deutschland lebte. Die Lehrerin, Diplom-Pädagogin und Psychologin ging als Zeitzeugin in Schulen und war sozial und politisch tätig.


Aus der Offenbach Post vom 21.10.2010:

Engagement als Lebensmotto

Dietzenbach ‐ Kater Sebastian hangelt an der Treppe entlang, hascht mit seiner Pfote nach seinem Frauchen. „Der kleine Kerl ist intelligent, der findet einfach alles“, sagt Edith Conrad und lacht. Von Ingrid Zöllner

Das junge Katerchen habe sie aus therapeutischen Zwecken für ihren Lebensgefährten Jim (72) geholt, sagt sie, der derzeit im Krankenhaus liegt. Die beiden sind seit 26 Jahren ein Paar. Es ist keine einfache Zeit für die 70-Jährige, die in ihrem Leben viel mitgemacht hat.

Conrad wurde 1940 in Bielefeld geboren und bekam die Auswirkung des Krieges hautnah zu spüren. „Meine Mutter war Jüdin“, erzählt sie. Und als die junge Edith gerade mal vier Jahre alt war, im September 1944, da wurde ihre Mutter von der Gestapo geholt, erinnert sich Conrad noch genau. Nach einem Bombenangriff hatte das vierjährige Mädchen eine Rauchvergiftung erlitten, kam daraufhin in das Kinderheim eines Klosters in Bad Salzuflen.

Dank der Kontakte des katholischen Vaters zur Caritas gelang es, die Mutter aus den Fängen der Gestapo zu befreien, die anschließend unter falschem Namen bei Bauern in der Nähe von Bad Salzuflen unterkam. Sie gab sich als polnische Arbeiterin aus und zog von Hof zu Hof, starb indes nur wenige Jahre nach Kriegsende, 1948, an einem schwerem Herzleiden. Bereits 1946 hatte die junge Edith erfahren müssen, dass ihre Verwandten nach Sobibor und Belzec deportiert und dort getötet worden waren.

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https://www.op-online.de/region/dietzenbach/engagement-lebensmotto-970410.html


Aus der Offenbach Post vom 03.05.2018:

Freunde und Weggefährten erinnern an Edith Conrad
Gegen das Vergessen gekämpft

Dietzenbach/Frankfurt – Mit einer Gedenkfeier haben sich Freunde und Weggefährten in Frankfurt von Edith Conrad (†) verabschiedet. Die Dietzenbacherin war eine der letzten Zeitzeugen des Holocausts und maßgeblich an der Stolpersteinverlegung in der Kreisstadt beteiligt. Von Ronny Paul

„Warum gibt es keine Stolpersteine in Dietzenbach?“ Diese Frage trieb Edith Conrad (*1940 – †2018) um, schrieb sie in Horst Schäfers Buch „… und tilg nicht unser Angedenken“. Edith Conrad, die aus einer christlich-jüdischen Familie stammte, bekam die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs hautnah zu spüren und entkam den Fängen der Gestapo nur knapp. Ihre Verwandten hingegen starben in den Konzentrationslagern Sobibor und Belzec. Edith Conrad hat zeitlebens gegen das Vergessen der Gräueltaten der Nationalsozialisten gekämpft. Daran und an ihr soziales Engagement sowie an ganz persönliche Erlebnisse mit ihr erinnerten sich Freunde und Weggefährten bei einer Gedenkfeier in der Kapelle der Henry-und-Emma-Budge-Stiftung in Frankfurt-Seckbach. Der Dietzenbacher Buchautor Horst Schäfer hatte die Gedenkfeier zusammen mit Renate Rauch und Martina Faltinat vom „Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt e. V.“, bei dem Edith Conrad mitgewirkt hat, initiiert, das Dietzenbacher Ensemble Saitensprung begleitete die Zusammenkunft mit jüdischen Liedern.

„Als schmerzhaften Verlust“ bezeichnete der ehemalige Fraktionskollege Jens Hinrichsen (FW-UDS) Edith Conrads Ableben und erinnerte auch an ihr Engagement, in der Kreisstadt Stolpersteine verlegen zu lassen. Mit der Ärztin Dr. Dörte Siedentopf, dem Ehepaar Artus und Gisela Rosenbusch sowie Peter Gussmann setzte sich Edith Conrad für aktives Gedenken in der Kreisstadt ein.

In Horst Schäfers Buch schrieb sie: „In den Nachbarstädten Dreieich, Rödermarkt, Rodgau, Heusenstamm und auch für den Kreis Offenbach war von Berufs- und Lokalhistorikern ab Mitte der 1980er Jahre – teils mit aktiver Förderung und Unterstützung der Städte und des Kreises – die NS-Zeit erforscht worden.“ In Dietzenbach fand sich jedoch kein Mahnmal – „außer einer pauschalen Erwähnung auf einer Wandtafel im Heimatmuseum“. Mit Veranstaltungen wirkte Edith Conrad zusammen mit der „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“ (AsF) Anfang der 2000er Jahre dem entgegen. „Die Stolperstein-Idee fand nicht überall Beifall“, berichtete Edith Conrad in Schäfers Buch. Gegen einige Widerstände schaffte der Aktivkreis schließlich, Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig vor den damaligen Häusern von jüdischen Dietzenbachern und anderen NS-Verfolgten zu verlegen, um die Nachwelt an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft zu erinnern. Im Februar 2006 wurden schließlich die ersten Stolpersteine verlegt.

1940 in Bielefeld geboren, bekam Edith Conrad als Kind einer jüdischen Mutter und eines katholischen Vaters hautnah zu spüren, wie skrupellos die Nationalsozialisten waren. Im September 1944, als Edith Conrad gerade einmal vier Jahre alt war, stand die Gestapo in der Tür und wollte Mutter und Tochter mitnehmen. Auf dem Revier gelang es der Mutter, erzählt Horst Schäfer, die Gestapo zu überzeugen, das Kind aufgrund einer bei einem Bombenangriff erlittenen Rauchvergiftung und wegen des katholischen Vaters nicht mitzunehmen. Die Mutter versteckte Edith Conrad dann unter falschem Namen in einem Kinderheim eines Klosters in Bad Salzuflen.

Dank der Kontakte des katholischen Vaters zur Caritas gelang es, die Mutter aus den Fängen der Gestapo zu befreien, die anschließend unter falschem Namen bei Bauern in der Nähe von Bad Salzuflen unterkam. Sie gab sich als polnische Arbeiterin aus und zog von Hof zu Hof, starb allerdings nur wenige Jahre nach Kriegsende, 1948, an einem schweren Herzleiden. Bereits 1946 hatte die junge Edith erfahren müssen, dass ihre Verwandten nach Sobibor und Belzec deportiert und dort getötet worden waren.

Edith Conrad fehlt als Zeitzeuge, als Mensch, der sich stets mit Engagement, Neugierde und kritischem Blick für vieles eingesetzt hat. Da sind sich alle Anwesenden bei der Gedenkfeier einig. Denn Edith Conrad war nicht nur in verschiedenen jüdischen Projekten und Vereinen sowie lokalpolitisch (SPD und anschließend UDS) aktiv, sie war jahrzehntelang im Vorstand der Volkshochschule, Lehrerin an verschiedenen Schulen, im VSG, hat den Landesverband für Legastheniker mitgegründet und saß im Vorstand der Muskelkranken in Hessen. Für ihr Wirken wurde sie mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet.

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https://www.op-online.de/region/dietzenbach/freunde-weggefaehrten-erinnern-edith-conrads-dietzenbach-9835142.html


Aus der Offenbach Post vom 24.05.2011:
Es ist und bleibt eine Schikane

Dietzenbach – Edith Conrad steckt in der Schikane in der Limesstraße fest. Sie kommt nicht vorwärts und nicht rückwärts. Aus ihrem Auto aussteigen kann sie ebenfalls nicht, da Betonpalisaden die Türen auf beiden Seiten blockieren. Von Domenico Sciurti

„Ich bin dann so lange mit dem Auto vor und zurückrangiert, bis ich mich befreien konnte“, erinnert sie sich mit Grausen.

Für die Freiheit musste Conrad allerdings einen größeren Sachschaden an ihrem Fahrzeug in Kauf nehmen; „die Kühlerhaube und die ganze rechte Seite sind total verbeult“, ergänzt sie. Die Leiterin eines pädagogischen Instituts kam gerade vom Einkauf zurück, als sie in besagte Straße einbog und mit der rechten Seite ihres Autos die berühmt-berüchtigte Verengung rammte.

Auch Angelika Ostwald hatte leidliche Erfahrung mit der Schikane gesammelt, die Lastwagen aus dem Wohngebiet heraushalten soll: Im November streifte sie ebenfalls beim Abbiegen die Anlage (wir berichteten). Mehr als 3000 Euro Schaden entstanden dadurch. Die Versicherung übernahm zwar die Kosten, eine Selbstbeteiligung musste die fünffache Mutter dennoch zahlen, zudem wurde ihr Beitrag hochgestuft.

„Uns erreichen nur selten Meldungen über Unfälle an dieser Stelle“, sagt Harry Keckeis, stellvertretender Dienststellenleiter der örtlichen Polizeistation. Gerade so genannte Schrammer melden oftmals gar nichts. In der vergangenen Woche kam allerdings ein Rettungswagen zu Schaden. „Der blieb mit dem Trittbrett in der Verengung hängen“, berichtet Keckeis. Der Wagen sei gerade von einem Einsatz zurückgekommen.

Die Straßenverengung in der Limesstraße ist Conrad schon lange ein Dorn im Auge; seitdem die Leitplanken gegen Betonpalisaden getauscht und die ganze Anlage um ein kleines Stück versetzt wurde. Vielen falle es schwer, da durchzufahren. Eine besondere Herausforderung sei das Einbiegen von der Seite. Dass die 2,40 Meter breite Öffnung den gesetzlichen Vorgaben entspricht, ist für Edith Conrad nur ein schwacher Trost, faktisch sei dort ständig etwas los; viele Nachbarn beklagten sich ebenfalls über Schäden an ihren Autos, die an dieser Stelle entstanden seien.

Noch als UDS-Stadtverordnete hatte Conrad zweimal versucht, die Verengung „publikumsfreundlicher“ zu gestalten – ohne Erfolg: „Mir wurde von den lieben Kollegen gesagt, ich solle den Führerschein machen.“ Nach dem aktuellen Unfall versuchte sie es auf juristischem Weg. Doch das Vorhaben scheiterte schon beim Anwalt: „Er sieht keine Möglichkeit, gegen die Stadt zu klagen“, sagt Edith Conrad.

„Die Notwendigkeit, an der Schikane etwas zu ändern, sieht der zuständige Fachbereich nicht“, erklärt Detlev Kindel von der Stadtmarketing-Agentur. Das Bauwerk sei im Herbst 2010 den gesetzlichen Normen getreu errichtet worden. „Streng genommen, begehen Personen sogar Unfallflucht, wenn sie städtisches Gut beschädigen und das nicht melden“, so Kindel. Man wisse zwar, dass die Kreuzung eine Problemzone sei. Wer aber genau die Unfälle verursache, wisse man nicht: „Offiziell meldet es ja niemand.“

Die Aussichten für Conrad stehen also nicht gut. Wie hoch der Schaden an ihrem Wagen ist, das prüft gerade ein Sachverständiger. „Sicherlich über 3000 Euro“, schätzt sie. „Eine Frau im Autohaus sagte mir, ich soll mir überlegen, ob sich die Reparatur überhaupt noch lohnt.“ Denn der Fiat Punto sei mittlerweile zehn Jahre alt.

Aufgeben will Conrad dennoch nicht, sie erwägt nun die Gründung einer Bürgerinitiative. „Man muss doch verhindern, dass noch mehr Autos zu Schaden kommen und der kleine Bürger die Kosten tragen muss.“

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Junkert, Gunther

Gunther Junkert war Lehrer vom Beruf Lehrer. In der DDR musste er aufgrund seines politisches Engagements in Haft.

Er war mehrere Jahre als Stadtverordneter und ehrenamtlicher Stadtrat in Dietzenbach aktiv.

Er ist Träger der Willy-Brandt-Medaille und Inhaber des Ehrenbriefes der Landes Hessen.

Bei den Dietzenbacher Vereinen hat er mehrere Vorstandspositionen inne (z.B. VHS Dietzenbach).

de Smet, Antoine


Aus der Offenbach Post vom 25.08.2016:

Antoine de Smet schwelgt in Erinnerungen
Musikbegeisterter Weltbürger

Dietzenbach – Er hat vieles erlebt: von der Armee über leitende Positionen in der Wirtschaft bis hin zum eigenen Übersetzungsbüro. Aber unterm Strich kennzeichnen drei ganz andere Passionen Antoine de Smets Leben: Sprachen, Tanz und vor allem der Gesang. Von Tobias Frohn

Antoine de Smet wurde 1933 im belgischen Gent geboren. Ist in einem katholisch geprägten Umfeld aufgewachsen, besuchte eine katholische Schule und trat mit acht Jahren dem Kinderchor des benachbarten Dominikanerklosters bei. Dort lernte er die Grundlagen des Gesangs: Und seine Leidenschaft war geboren. Trotz seiner Geschäftigkeit hat er sich diese Passion stets erhalten, hat sie nie verloren: Nach Umwegen über die belgische Militärpolizei und einer belgischen Fluggesellschaft – mit längeren Aufenthalten in Korea, mehreren arabischen Ländern und insgesamt neun Jahren im Kongo – kam er schließlich mit Zwischenstopp in London 1986 als Marketingleiter eines französischen Modeunternehmens ins Rhein-Main-Gebiet. Zuerst nach Offenbach und schließlich 1992 nach Dietzenbach, wo er gemeinsam mit seiner zweiten Frau sein eigenes Übersetzungsbüro eröffnete.

„Im Kongo verbrachte ich die schönste Zeit meines Lebens“, sagt de Smet etwas wehmütig. Dort hatte er seine erste Frau und „Liebe seines Lebens“ kennengelernt, „die leider früh verstorben ist“. Der heutige Rentner kann getrost als Weltbürger bezeichnet werden. Neben seiner Muttersprache Französisch spricht er fließend Niederländisch, Englisch und Deutsch, zudem „etwas weniger gut“ Italienisch, Spanisch und sogar Lingála, eine der Nationalsprachen des Kongos. Das spiegelt sich auch in seinem Gesang wider: Nach Engagements in zahlreichen Bands – Good Vibrations, The Happy Oldtime Singers und The Five Pieces – bildet er seit etwa zehn Jahren zusammen mit seinem kongenialen Partner, dem 62-jährigen Pianisten Zlatko Benzar, das Duo Les Polyglottes, die Mehrsprachigen. Gespielt werden Lieder von bekannten Interpreten in verschiedenen Sprachen. Auch eine CD hat das Duo in Eigenproduktion bereits veröffentlicht. „Wir machen Musik nicht des Geldes wegen, sondern weil es uns Freude macht“, sagt de Smet, der am liebsten Lieder von bekannten Jazz-Interpreten und französische Chansons singt. Als Vorbilder nennt er Persönlichkeiten wie Frank Sinatra, Bing Crosby und Tony Bennett – aber auch den König des Rock’n’Roll, Elvis Presley.

Ende der 90er Jahre begleitete de Smet mit seiner ehemaligen Band Good Vibrations eine Dietzenbacher Delegation in die chinesische Stadt Liaocheng. Dort gaben sie ein Konzert vor 3 600 Zuschauern, das sogar das chinesische Fernsehen übertragen hat. 25 Millionen Zuschauer haben den Auftritt damals verfolgt. De Smets persönlicher Höhepunkt war allerdings ein spontanes Duett in Las Vegas. Dort stand er zusammen mit Diana Ross auf der Bühne. „Ein Lichtpunkt in meinem Leben“, sagt de Smet, schwelgt in Erinnerungen. „Wenn ich auf der Bühne stehe, bin ich glücklich“, sagt er weiter und denkt gar nicht daran, das Mikrofon an den Nagel zu hängen. Selbst im Urlaub lässt er es sich nicht nehmen, spontan mit Bands in Hotelbars auf die Bühne zu gehen. „Mein Traum ist es, in einer Bigband zu singen“, gibt er als ehrgeiziges Ziel an. Zudem plant er weitere Musikaufnahmen in Eigenproduktion.

Einmal im Monat spielen Les Polyglottes in Franky’s Restaurant in Bad Soden. Und am Sonntag, 28. August, 18 Uhr, tritt Antoine de Smet zusammen mit Zlatko Penzar beim Kulturfestival im Eckertschen Hof (Darmstädter Straße 23) bei „Dietzebäscher für Dietzebäscher“ auf.

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Offenbach Post vom 09.02.2018:
Bewerbungsvideo ist im Kasten
Antoine De Smet strebt Teilnahme bei „The Voice Senior“ an

Dietzenbach – Zugegeben, dass jemand aus der Region bei einer Casting-Show mitmacht, hat inzwischen keinen Seltenheitswert mehr. Sich wie Antoine de Smet mit 84 Jahren noch für ein solches Format zu bewerben, ist schon weniger selbstverständlich. Von Sascha Dreger

Es wäre nicht sein erster großer Auftritt. Beinahe griffbereit hängen schwarze Steppschuhe an der Garderobe, großformatige Bilder an den Wänden erinnern an seine Zeit als aktiver Stepptänzer in Brüssel und der Mikrofonständer steht im Wohnzimmer parat. Welchen Stellenwert Musik und Tanz im Leben von Antoine de Smet einnehmen, merkt man beim Betreten seiner Wohnung sofort. „Die Steppschuhe hatte ich aber schon länger nicht mehr an“, gibt der 84-Jährige zu, „das ist mir mittlerweile zu anstrengend“. Ganz anders sieht das mit dem Singen aus, das tut er bis heute und denkt gar nicht ans Aufhören. „Wenn ich nicht singen kann, bin ich nicht glücklich.“

Mit acht Jahren begann die Gesangskarriere für den gebürtigen Belgier im Kirchenchor in seiner Heimatstadt Gent. Vier Jahre später war er bereits regelmäßiger Solosänger beim sonntäglichen Gottesdienst. Seinen ersten großen Auftritt außerhalb der Kirche hatte er in einer Piano-Bar in Brüssel, er gab „I Like New York In June“ zum Besten. „Von da an habe ich jeden Freitag und Samstag dort gesungen.“

Zweimal war de Smet verheiratet. Beruflich bedingt hat er viele Jahre in verschiedenen Ländern gelebt, seit 1992 wohnt er in Dietzenbach. Neben seiner Muttersprache Französisch spricht er fließend Deutsch, Englisch und Niederländisch. Zudem, wenn auch nicht fließend, kann der ehemalige Dolmetscher auch Italienisch, Spanisch und sogar die Nationalsprache des Kongo, Lingála. Seine Leidenschaft für das Singen hat ihn durch alle Lebenslagen begleitet. Besonders Swing- und Jazzlieder haben es ihm angetan, musikalisch geht er aber auch gerne mal neue Wege. Momentan etwa studiert er ein neapolitanisches Lied ein. „Das ist wieder eine kleine Herausforderung, auf Italienisch zu singen.“

Zusammen mit seinem guten Freund und Musikpartner, dem Pianisten Zlatko Benzar, bildet der Sänger seit rund zehn Jahren das Duo „Les Polyglottes“ – die Mehrsprachigen. Auftritte hatte de Smet im Laufe der Jahre viele. „Ich habe sogar mal mit Diana Ross zusammen in Las Vegas gesungen“, erzählt er und schwärmt, dass dies ein „wirklich einzigartiger Moment“ gewesen sei. Mit seiner ehemaligen Band „Good Vibrations“ hatte er einen Auftritt vor 3600 Gästen in China. „Da war auch das chinesische Fernsehen dabei und hat es übertragen“, sagt er. „25 Millionen Menschen haben das damals gesehen.“

Mit der Teilnahme an der SAT.1-Sendung „The Voice Senior“ möchte der Vollblutmusiker nun ein weiteres Mal vor der Kamera singen. Er habe immer wieder mal „The Voice Of Germany“ geschaut und Gefallen daran gefunden. „Ich finde es toll, was da für wunderbare Stimmen zum Vorschein kommen.“ Mit „The Voice Senior“ sucht der TV-Sender nun Teilnehmer jenseits der 60. Genau das richtige, fand eine gute Freundin de Smets. „Da musst Du unbedingt mitmachen, hat sie zu mir gesagt“. Mit Bandbegleitung mal wieder vor großem Publikum zu singen, sei schon etwas Tolles, sagt der Sänger über seine Intention. Eine große Karriere erwarte er dadurch natürlich nicht, aber vielleicht ergebe sich das ein oder andere Engagement. „Und wenn nicht, dann singe ich eben einfach, weil ich singen möchte.“ Eine Auswahl an Liedern hat er schon getroffen, das französische Chanson „Nathalie“ gehört dazu.

Am vergangenen Wochenende hat er das Lied bereits für einen kurzen Bewerbungsfilm eingesungen. „Mein Freund Zlatko hat mich dazu am Piano begleitet, das hat richtig Spaß gemacht“, erzählt der Sänger. Ein paar Mal habe er das Lied gesungen, um kleinere Fehler zu korrigieren. „Dann klang es perfekt.“ Wenn der Film die Jury überzeugt, geht es für den Dietzenbacher am 16. Februar zum ersten Vorsingen nach Bad Soden.

Aufgeregt sei er nicht besonders. „Dafür singe ich schon zu lange.“ Die Vorfreude aber sei „riesengroß“. „Wenn sich ein Coach für mich rumdreht, dann hoffe ich, dass es Yvonne Catterfeld ist“, verrät er augenzwinkernd, „eine tolle, sympathische Frau“.

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Aus der Offenbach Post vom 28.05.2010:
Napoleonitis nicht ansteckend

Dietzenbach ‐ Napoleon ist nachweislich am 5. Mai 1821 auf St. Helena gestorben. Doch der ehemalige französische General und Kaiser geistert bisweilen noch durch die Kommunalpolitik. Von Christoph Zöllner

So hat unsere Zeitung am 23. März 2009 mit der Überschrift „Akute Napoleonitis“ einen Leserbrief veröffentlicht, der mit dem damals amtierenden Bürgermeister Stephan Gieseler, inzwischen Direktor des Hessischen Städtetages, hart ins Gericht ging. Anlass für den Leserbrief von Antoine de Smet ist die Diskussion darüber, dass der neue Erste Stadtrat Dietmar Kolmer auf Gieselers Weisung hin nicht im Exil-Rathaus, sondern bei den Städtischen Betrieben am „Katzentisch“ Platz zu nehmen hat.

Im Leserbrief steht: „Die Liste der Lügen des Bürgermeisters sind uns allen bekannt.“ Und weiter: „Für das Benehmen des Bürgermeisters haben die Franzosen eine klare und deutliche Erklärung: ,une napoleonite aigue‘, das heißt eine akute Napoleonitis. Er denkt, er kann alles und darf alles. Ein Medikament zur Heilung wurde bis heute nicht gefunden.“

Tatmittel: Leserbrief Zeitung

Gieseler schluckt trotzdem, will die Worte nicht hinnehmen und stellt Strafanzeige. Eine Darstellung als stadtbekannter Lügner sei nicht mit seiner Glaubwürdigkeit vereinbar. Die Mühlen der Justiz fangen zu mahlen an. De Smet wählt Anwalt Peter Gussmann, nebenbei Fraktions-Chef der SPD, als Rechtsbeistand und muss zur Vernehmung auf die Polizeiwache. Im Protokoll steht in der Rubrik „Tatmittel“, wo sonst Messer, Pistolen oder andere Waffen auftauchen: „Leserbrief Zeitung“. Jaja, mitunter ist die Feder doch mächtiger als das Schwert. Immerhin, eine Spurensuche ist laut Polizei nicht erforderlich.

Im Oktober folgt die Anklageschrift, in der von einer Ehrverletzung und einem Beleidigungsdelikt die Rede ist. De Smet entgegnet, lediglich in „spöttischer Weise“ den „notorisch lockeren Umgang des Bürgermeisters mit der Wahrheit“ kritisiert und von seinem Recht auf Meinungsäußerung Gebrauch gemacht zu haben. Stimmt nicht, meint der von Gieseler beauftragte Anwalt, der von „Schmähkritik“ spricht, bei der es nur um die Diffamierung einer Person geht, indem Gieseler als „krankhaft und unheilbar selbstherrlich“ bezeichnet wird. Da de Smet keine Einsicht zeige, sei eine Wiederholung zu befürchten.

Karnevalsumzug als Ludwig XIV

Gussmanns Antwort im November zielt darauf ab, einige sachliche Fehler in der Anklageschrift zu korrigieren und die „akute Napoleonitis“ als Satire darzustellen. „Wer im politischen Raum an verantwortlicher Stelle agiert, wird die eine oder andere Satire schlicht ertragen müssen, jedenfalls in einer freiheitlichen Demokratie…“, schreibt Gussmann, der an eine in unserer Zeitung abgedruckte Fotomontage erinnert, die Gieseler als Sonnenkönig zeigt.

Damals, so Gussmann, habe Gieseler geschickt reagiert und sich beim Karnevalsumzug als Ludwig XIV. verkleidet. Gussmann beantragt, das Hauptverfahren nicht zu eröffnen, um nicht mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Die Staatsanwaltschaft betont im Dezember, dass es sehr wohl ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung gibt. Doch das Amtsgericht Offenbach lehnt schließlich Ende April die Eröffnung eines Hauptverfahrens ab, „da der Angeklagte keiner Beleidigung hinreichend verdächtig ist“. Der Leserbrief sei durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.

So ist es. Freilich gilt auch: Die Würde des Menschen ist unantastbar. So dürfen Leserbriefschreiber beispielsweise nicht zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufrufen oder Gewalt verherrlichen. Aber Entscheidungsträger, insbesondere Wahlbeamte, müssen sich schon mal die eine oder andere scharfe Äußerung aus dem Volk gefallen lassen. Vive Napoleon!

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https://www.op-online.de/region/dietzenbach/napoleonitis-nicht-ansteckend-782009.html


Gussmann, Peter

Peter Gussmann hat sich vor allem politisch in Dietzenbach engagiert. So war er nicht nur Stadtverordnetenvorsteher, und Vorsitzender des Sozialausschusses, sondern auch eine Zeitlang Fraktionsvorsitzender der SPD.

Als Schirmherr für den “Runder Tisch – Für ein humanes Miteinander” hat er regelmäßig Veranstaltungen zu wichtigen Themen wie Anti-Rassismus veranstaltet. Er hat sich für die sozial Schwachen, Migranten und andere Minderheiten eingesetzt.


Nachruf von Dr. Reiner Frey (Kanzler Hochschule Darmstadt)
Peter Gussmann, Kanzler der Fachhochschule Frankfurt von 1975 bis 1992,
starb am 18. September 2011 im Alter von 68 Jahren nach kurzer Krankheit.

An der Seite von FH-Gründungsrektor Johannes Uthoff war Gussmann zunächst Verwaltungsdirektor, später Kanzler.
Die begrenzten Gestaltungsspielräume nutzte Peter Gussmann, indem er Chancen konsequent ergriff: In seine 18 Jahre
andauernde Amtszeit fällt der Aufbau der gesamten Verwaltungsstruktur, die anfangs von einigen wenigen Mitarbeitern getragen wurde. Auch unter und mit den Rektoren Rolf Kessler (1983-86) und Johann Schneider (1986-94) initiierte Gussmann maßgebliche Entwicklungen an der FH FFM.

Dazu zählen die umfangreichen Baumaßnahmen, die sich in den Gebäuden 3 und 4 manifestieren, sowie der Erwerb des Geländes der ehemaligen Philipp-Holzmann-Schule zur Arrondierung des heutigen Campus. Während seiner Amtszeit zogen die heutigen Fachbereiche 3: Wirtschaft und Recht und 4: Soziale Arbeit und Gesundheit von der Nordweststadt an den Nibelungenplatz.

Dem Engagement von Peter Gussmann ist es ganz wesentlich zu verdanken, dass sich die FH FFM zu der autonomen und starken Hochschule entwickelt hat, die sie heute ist.

Peter Gussmann wechselte 1992 als Büroleiter der damaligen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Evelies Mayer, ins Wissenschaftsministerium nach Wiesbaden.

Diese Position hatte er bis 1995 inne. Auch kommunalpolitisch war Peter Gussmann aktiv: Von 2001 bis 2006 war er Stadtverordnetenvorsteher in seiner Heimatstadt Dietzenbach, danach SPD-Fraktionsvorsitzender.


Aus der Offenbach Post vom 26.09.2018:

Ehemaliger Stadtverordnetenvorsteher postum ausgezeichnet
Großes Engagement für Integration

Dietzenbach – Peter Gussmann hat die hiesige Lokalpolitik lange mitgeprägt. Postum wurde er nun mit einer besonderen Auszeichnung der Sozialdemokraten geehrt, der Willy-Brandt-Medaille. Von Burghard Wittekopf

Während eines Empfangs im Bürgerhaus hat der Ortsverband der SPD Dietzenbach die Willy-Brandt-Medaille postum an Peter Gussmann verliehen. Der Jurist und SPD-Politiker verstarb 2011 im Alter von 68 Jahren. Gussmann wurde in Offenbach geboren und lebte seit 1949 mit Unterbrechungen in Dietzenbach. 1968 zog er in das Gemeindeparlament ein und prägte die Lokalpolitik über Jahrzehnte. Fünf Jahre lang war Gussmann Stadtverordnetenvorsteher. In dieser Zeit setzte er sich besonders für das Thema Integration ein. Von 1974 bis 1992 bekleidete er das Amt des Kanzlers der Fachhochschule Frankfurt. Drei Jahre lang leitete er das Büro der hessischen Wissenschaftsministerin Evelies Mayer.

„Mit der Willy-Brandt-Medaille ehren die SPD-Ortsvereine besondere sozialdemokratische Persönlichkeiten, wie es Peter Gussmann war“, sagte Ortsvereinsvorsitzender Rainer Engelhardt. Die Laudatio hielt die hessische Landtagsabgeordnete Ulrike Alex. Gussmann sei ein Mensch, an den man sich mit viel Hochachtung erinnert. Er habe sich sehr für die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen eingesetzt. „Integration war ihm besonders wichtig, wobei er darunter nicht nur die Integration von Einwanderern verstand.“ Gussmann engagierte sich auch für die die Integration von sozial Schwachen und den Zusammenhalt zwischen den Generationen. Er arbeitete im Elternbeirat an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, der Ernst-Reuter-Schule und der Heinrich-Mann-Schule.

Gussmann sorgte für die politische Akzeptanz der Stolpersteine in Dietzenbach und den Bau der Ahmadiyya-Moschee. Die Willy-Brandt-Medaille überreichte der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Ralf Stegner. „Ich nehme die Ehrung dankbar entgegen“, sagte seine Ehefrau Irlis Gussmann. „Besonders freut mich, dass heute so viele herzliche Worte über ihn gesagt wurden.“

Tochter Ola Gussmann, die in Dietzenbach in der Stadtverordnetenversammlung sitzt, beschrieb ihren Vater als einen fortschrittlichen Mann, der sich sehr dafür interessiert hat, was Menschen bewegt. „Er wollte immer wissen, was wir Kinder denken, und er war sehr sachkundig und sehr hintergründig“, erinnerte sie sich. Außerdem war „er offen für neue Ideen und Gegensätze, hat aber seine eigene Position immer selbstbewusst vertreten und begründet“.

Eine Anekdote verriet sie dann noch: „Mein Vater hat in seiner Zeit als Kanzler der Fachhochschule Frankfurt 1988 Erziehungsurlaub beantragt.“ Das sei für viele unglaublich gewesen. Schließlich sei die Zeitschrift „Emma“ auf die Geschichte aufmerksam geworden und habe darüber berichtet.

In der eigenen Partei ist der Respekt über die politische und menschliche Leistung von Peter Gussmann auch heute noch zu spüren. So sagte Cengiz Hendek: „Peter Gussmann hat mich zur SPD gebracht.“ Er beschrieb Gussmann als einen herausragenden Menschen, der sich für alle interessiert hat, unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Auch Rainer Engelhardt erinnerte sich mit Hochachtung an Gussmann: „Er hat mich sehr fasziniert und geprägt.“

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https://www.op-online.de/region/dietzenbach/grosses-engagement-integration-10273446.html

Becker, Richard

Richard Becker war Heimatforscher und hat das “Familienbuch Dietzenbach” geschrieben (2007 veröffentlicht).

Darüber hinaus war er in der Vereinswelt aktiv z.B. TG Dietzenbach (70 Jahre Mitgliedschaft!!!) und “Heimat- und Geschichtsverein Dietzenbach”.


Aus der Offenbach Post vom 23.12.2021:
Diet­zen­bach trau­ert um Zeit­zeu­gen

Er hat un­er­müd­lich daran ge­ar­bei­tet, die His­to­rie der Kreis­stadt im Be­wusst­sein zu er­hal­ten: Im Alter von 85 Jah­ren ist der Fa­mi­li­en­for­scher und Trä­ger der Bür­ger­me­dail­le, Ri­chard Be­cker, nach einem tra­gi­schen Un­glück ver­stor­ben. Bekannt war der ge­lern­te tech­ni­sche Zeich­ner vor allem als Autor des Diet­zen­ba­cher Fa­mi­li­en­bu­ches. Dort ist die Ge­schich­te von 14687 Per­so­nen aus 3818 Fa­mi­li­en auf­ge­nom­men.

Mehr als 20 Jahre lang re­cher­chier­te Be­cker in Fa­mi­li­en- und Kir­chen­bü­chern und er­fass­te Daten mit dem Com­pu­ter. „Au­ßer­dem forsch­te er im Stadt­ar­chiv, sich­te­te Fried­hofs­kar­tei­en und Grab­stei­ne und be­frag­te Ein­woh­ner“, er­in­nert sich Det­lev Kin­del, ehe­ma­li­ger Lei­ter der Ab­tei­lung Pres­se- und Öf­fent­lich­keits­ar­beit der Stadt. Eben­so hat der Ver­stor­be­ne ein Ver­zeich­nis der Aus­wan­de­rer nach Über­see ver­fasst. „Wer Nach­for­schun­gen zu sei­ner Fa­mi­lie be­trei­ben woll­te, hatte in ihm immer einen hilfs­be­rei­ten An­sprech­part­ner“, sagt Kin­del. Ent­spre­chend un­ter­stütz­te Be­cker auch den Hei­mat-und Ge­schichts­ver­ein. „Er war ein wert­vol­ler Zeit­zeu­ge und wir wer­den ihn ver­mis­sen“, be­tont die Lei­te­rin des Mu­se­ums für Stadt­ge­schich­te, Maria Po­la­tow­ski-Ru­prycht.

Grobe-Hagel, Dr. Karl

Karl Grobe-Hagel (geboren und publizistisch bekannt auch als Karl Grobe; * 4. November 1936 in Bremen; † 7. Dezember 2021 in Dietzenbach) war ein deutscher Journalist und Autor, der sich besonders mit außenpolitischen Themen befasste.

In den Hunderten von Kommentaren, Glossen, Reportagen und Porträts, die Dr. Karl Grobe-Hagel in insgesamt fast vier Jahrzehnten als Journalist und Autor verfasst hat, spiegeln sich historische Ereignisse aus aller Welt.

Grobe wurde 1980 an der Universität Hannover mit einer Arbeit über Pekings neue Außenpolitik promoviert. Er war langjähriger Mitarbeiter der Frankfurter Rundschau. Ende November 2001 ging er in den Ruhestand. Auch danach war er für die Rundschau tätig. Grobe schrieb auch unter den Kürzeln „gro“ und „CAROLUS“. Grobe veröffentlichte zahlreiche Artikel und Bücher vor allem über China, Vietnam und Russland.

In Dietzenbach hat er “Die Freitagabend-Runde – Politischer Monatsüberblick” geleitet, welche von der VHS Dietzenbach angeboten worden ist. Die Freitagsrunde (jeweils am 3. Freitag im Monat) analysiert und kommentiert weltweite Entwicklungen und gibt eine Einführung in Themen der nationalen und internationalen Politik.

Verheiratet war Karl Grobe-Hagel mit Irmgard Hagel. Irmgard Hagel ist die Vorsitzende der AWO Dietzenbach und im Vorstand der Kreis AWO aktiv. Außerdem war Sie als Stadtverordnete für die Grünen aktiv.

Hier geht es zu seiner Wikipedia Seite:
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Grobe-Hagel

Hier geht es zu seiner persönlichen Homepage:
http://www.karl-grobe.de/

Kosel, Elke

Aus der Offenbach Post vom 17.11.2013:

Übungsleiterin Elke Kosel mit dem Völkerverständigungs-Preis ausgezeichnet
Mit großem Einsatz agiert


Dietzenbach - Einmal im Jahr treffen sich die Stadtverordneten und die Mitglieder des Ausländerbeirates zu einer gemeinsamen Sitzung. Von Christoph Zöllner

Damit soll zum einen das Miteinander gefördert werden, zum anderen gehört ein inspirierender Vortrag ebenso zum Programm wie die Verleihung des Preises für besondere Verdienste um den Gedanken der Völkerverständigung. Diesmal hat ihn Elke Kosel bekommen. Die 77-Jährige ist Übungsleiterin beim Verein für Sport und Gesundheit (VSG), die ehemalige Versehrtensportgemeinschaft. „Sie hat mit großem Einsatz und Verständnis Kinder verschiedener Nationen betreut“, sagte Helga Giardino, Vorsitzende des Ausländerbeirats, in ihrer Laudatio. „Sie steht den Mitgliedern immer zur Verfügung und hat sich um die Integration verdient gemacht.“ So habe Kosel bei Bedarf auch Migrantenfamilien beraten.

1977 war Kosel mit Sohn Sven in den Verein eingetreten, schon ein Jahr später agierte sie als Übungsleiterin. Mittwochs Turnen, freitags Schwimmen. Aber auch als Betreuerin der hessischen Sportjugend und einer Herz-Sport-Gruppe in Offenbach hat sich Kosel einen Namen gemacht. Die Übungsleiterin, die gerne kegelt und die Arbeit in ihrem Garten liebt, erhielt von Giardino neben dem obligatorischen Blumenstrauß auch einen Gutschein für ein Gartencenter. Stadtverordnetenvorsteherin Kornelia Butterweck, Erster Stadtrat Dietmar Kolmer, Edith Conrad vom VSG und Mohammad Sharif Khalid vom Ausländerbeirat, der die Ehrung vorgeschlagen hatte, schlossen sich den Glückwünschen an.

Nachdem die 50 Sänger des Internationalen Chors unter Leitung von Barbara Wendtland erneut eine Kostprobe ihres Könnens gegeben hatten, referierte Gerda Holz über das Thema Kinderarmut. Die Leiterin für „Soziale Inklusion“ vom Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik erklärte, wie sich Armut definiert und welche Belastung diese darstellt: „Wer arm ist, geht damit ins Bett und steht damit auch wieder auf.“ Armut sei nicht unbedingt die Folge eines Verhaltens, sagte Holz. Auch vielen werktätigen Menschen gelinge es nicht mehr, mit ihrem Verdienst über die Armutsgrenze zu kommen. Die definiert die EU mit 50 bis 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens.

Hier geht zum gesamten Zeitungsartikel:
https://www.op-online.de/region/dietzenbach/grossem-einsatz-agiert-3224600.html


Aus der Homepage vom Verein VSG Dietzenbach:

Elke Kosel: Über 40 Jahre mit Leib und Seele und viel Herzblut im Einsatz für den gesunden Sport

Auf der Suche nach einem Verein für ihren Sohn Sven stieß Elke Kosel 1977 auf den Verein für Sport für Sport und Gesundheit Dietzenbach 1964 e.V., der zu dieser Zeit noch Verein für Behinderten- und Rehabilitationssport hieß. Sven, damals sieben Jahre alt, litt an einer angeborenen Muskelerkrankung und musste schon mehrere Operationen durchstehen. Ein herkömmlicher Sportverein konnte ihm nicht die notwendige und geeignete sportliche Unterstützung bieten.

Elke sah sofort, dass der Bedarf des Vereins an gut geschulten Übungsleitern groß war und ergriff die Gelegenheit, sich zur Übungsleiterin für Reha-Sport auszubilden.

Seither unterstützte Kosel durch ihre behindertengerechten Sport- und Schwimmstunden Kinder darin, ihren Stütz- und Bewegungsapparat zu stärken und zu festigen. „Das hat den Kindern zu mehr körperlicher Stabilität verholfen und war für mich stets eine lohnende und erfüllende Aufgabe. Auch gewannen die Kinder dadurch an Selbstvertrauen und Mut“, so Kosel. „Es ist für mich stets eine Belohnung, wenn ich sehe, wie stolz meine Schützlinge auf ihre erworbenen Fähigkeiten sind, wenn sie zum Beispiel ihr Schwimmabzeichen in Händen halten.“

Kosel ermöglichte durch ihren Einsatz vielen Kindern auch die Teilnahme an Sportfesten und Jugendfreizeiten. So begleitete sie die Kinder und Jugendlichen zum Beispiel 1982 und 1984 als Betreuerin nach St. Ulrich (Tirol) und auch zum Schwimmfest nach Bensheim. 1984 bis 1986 nahmen Kosels Schützlinge an hessischen Schwimmwettkämpfen in Heppenheim teil, sogar zu deutschen Schwimmwettkämpfen in Köln und Berlin reisten die Kinder und Jugendlichen mit „ihrer Elke“.

Für ihre sechs schwerstbehinderten Kinder organisierte sie jährlich am 1. Mai eine Fahrt mit dem Kleinbus nach Koblenz, damit diese am Behinderten-Sportfest für Kinder teilnehmen konnten.

Kosel bildete sich fortlaufend beim Hessischen Verband für Behinderten -und Rehasport (HBRS) weiter. Nachdem sie auch die Lizenz für Koronarsport erworben hatte, leitete Elke Kosel den Koronarsport, anfänglich im Wechsel mit Helga Stappelton, der Ehefrau des Vereinsgründers. Gemeinsam haben die Beiden seinerzeit auch die Herzsportgruppe in Offenbach-Bürgel aufgebaut.

Auch Volleyballsport für Senioren steht seit 1995 unter ihrer Regie. Bis 2013 richtete sie gemeinsam mit Helga Stappelton Turnfeste für Kinder und Frauen in der Phillip-Fenn-Halle in Dietzenbach aus.

Elke Kosel liebt das gesellige Zusammensein mit ihren Vereinskollegen. Unermüdlich bringt sie sich bei Vereinsfesten ein, und sie ist stets dabei, wenn sich der Verein auf Stadtfesten präsentiert.

Mit über 85 Jahren ist sie immer noch als Co-Übungsleiterin für den Verein aktiv und hat Ihre Lizenzen noch einmal für die nächsten zwei Jahre verlängert.

„Ohne den Einsatz für den Verein würde mir ein wesentlicher Teil meines Alltags fehlen“ so Elke Kosel.

Khalid, Mohammad Sharif

  • Ehemaliger Volleyballspieler der Bundesliga
  • Gründungsmitglied des Vereins “Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e.V.”
  • Mitbegründer “Arbeitsgemeinschaft der Religionen”
  • Mitglied des Ausländerbeirates
  • Mitglied des Seniorenbeirates
  • Stadtältester (Mehr als 20 Jahre ehrenamtliches politisches Engagement)
  • Ehrenamtliches Engagement in der Ahmadiyya-Gemeinde
  • „Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements im Bereich Migration“ des Kreises Offenbach 2016

Aus der Offenbach Post vom 28.12.2016:

Mohammad Sharif Khalid lebt Bürgerengagement
„Ich arbeite für die Menschheit“

Dietzenbach – Der Pakistaner Mohammad Sharif Khalid lebt seit 1975 in Dietzenbach und hat dort einiges bewegt. Für sein Engagement hat der Kreis Offenbach ihn ausgezeichnet. Von Ronny Paul

Rückblende, 1963: Der junge pakistanische Beamte Mohammad Sharif Khalid sitzt mit beiden Händen vor den Augen im Flieger nach Europa und betet, „bis das Flugzeug am Himmel ist“. Khalid hat ein Visum in der Tasche und reist über den Zwischenstopp Rom nach Deutschland ein. Seine Sitznachbarin im Flugzeug bietet ihm eine Tablette an: „Ich glaube, ihnen geht es nicht gut.“ Khalid antwortet ihr: „Ich habe nur gebetet, dass es allen gut geht.“ Die beiden kommen ins Gespräch. Khalid erzählt, dass er auf dem Weg zu seinem Schwager nach Frankfurt ist. Nebenbei erwähnt er auch, dass er Volleyballspieler ist. Die Dame wird hellhörig und bietet ihre Hilfe an; sie tauschen Telefonnummern aus. Khalid kommt bei seinem Schwager in der Ahmadiyya-Moschee in Frankfurt-Sachsenhausen unter. Gleich am nächsten Tag klingelt dort das Telefon: „Herr Khalid, ich habe einen Club für sie gefunden.“ Wieder einen Tag später treffen sich die beiden an einer Bushaltestelle und gehen zum Volleyball. Khalids erste prägende Erfahrung in der neuen Heimat.

„Ich konnte die Sprache nicht und wollte einen technischen Beruf lernen.“ Gesagt, getan: Er wird bei Ford drei Jahre lang zum Automechaniker ausgebildet, belegt parallel einen Sprachkurs. Ein Jahr arbeitet er bei den Farbwerken in Frankfurt Höchst, bis es ihn zu „Pan American Airways“ verschlug. Dort arbeitete Khalid erst als Mechaniker, dann im Einkauf. Im gleichen Jahr, als „Delta Air Lines“ die Fluglinie schluckt und die Mitarbeiter übernimmt, feiert Khalid seine 25-jährige Firmenzugehörigkeit, ein Jahr später geht er mit 60 Jahren in Rente. Ein Schritt, bei dem viele ins Grübeln kommen, so auch Khalid: „Ich habe überlegt, was kann ich machen?“, schildert er, alle drei Kinder waren damals schon aus dem Haus und so fasst er den Entschluss: „Ich arbeite für die Menschheit.“ Er habe etwas zurückgeben wollen.

2016: Vom Kreis Offenbach bekommt der 85-jährige Khalid den Preis „Anerkennung für bürgerliches Engagement im Bereich Migration“: „Weil er vorbildliche Integration in Dietzenbach vorlebt“, so die Begründung.

Seitdem Khalid in Deutschland ist – „Dietzenbach ist meine Heimat“ –, engagiert er sich nicht nur aktiv in der Ahmadiyya-Gemeinde, sondern auch in der Politik und im Sport. In Frankfurt-Höchst etwa war er erst Bundesligaspieler und trainierte dann die Volleyball-A-Mannschaft der Männer in Frankfurt-Zeilsheim. Bis heute ist Khalid dem „Verein für Sport und Gesundheit“ (VSG) verbunden. Dort war er Mitbegründer einer Volleyball-Mannschaft, in der er – bis die Knie zu sehr schmerzten – noch bis vor sechs Jahren mitspielte.

In der Ahmadiyya-Gemeinde engagiert sich Khalid seit 1980 in unterschiedlichen Ämtern. So war er stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender, Leiter und Organisator von Veranstaltungen sowie Vermögensverwalter der Ahmadiyya-Gemeinde Deutschland. Er kümmert sich aktuell um hilfebedürftige Gemeindemitglieder und ist mitverantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. Zudem ist er stellvertretender Vorsitzender des Aufgabengebietes „Senioren“ und Berater für die Mitgliederversammlung der Gemeinde.

Mitverantwortlich ist er ebenso für den Charity-Walk in der Kreisstadt, dessen Erlös Vereinen und Hilfsorganisationen zugute kommt. Politisch ist der 85-Jährige unermüdlich: Seit 16 Jahren sitzt Khalid im Vorstand des Ausländerbeirates, ist Mitglied im Seniorenbeirat und in der Seniorenhilfe. Im Mittelpunkt seines bürgerschaftlichen Engagements steht stets das friedliche Zusammenleben von Menschen aller Kulturen: Er ist Gründungsmitglied des Vereins „Zusammenleben der Kulturen“ und hat mit seinem Freund Horst Schäfer die „Arbeitsgemeinschaft der Religionen“ ins Leben gerufen, um den interreligiösen Dialog zu fördern.

Hier geht es zum Artikel:
https://www.op-online.de/region/dietzenbach/ich-arbeite-menschheit-7173142.html

Waßermann, Ilse

Ilse Waßermann war lange Jahre Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, sowie des Seniorenbeirates der Kreisstadt Dietzenbach. Sie hat sich in der SPD Dietzenbach engagiert.

Beim Förderverein der Helen-Keller-Schule war sie lange Zeit Kassiererin. Bei der HSG Dietzenbach war sie nicht nur Gründungsmitglied, sondern auch lange Zeit Kassiererin.

Aufgrund ihres Berufs war sie eine absolute Expertin in der Buchhaltung.

Als waschechte Dietzenbacherin hat sie alle “Ur-Dietzenbacher/innen” gekannt. Ihr Opa war Schmied und hatte in der Schmidtstraße gewohnt. Sie selber hat erst im Musikervierteil in der Altstadt und zuletzt in einer Seniorenwohnanlage am Stadtpark gewohnt.

Eine gern genutzt Phrase “Das kann ja wohl nicht sein.” hat sie stets benutzt um ihren Unmut kund zu tun. In den Sitzungen hat sie gerne die “Jüngeren” ermahnt, nicht am Smartphone zu spielen.

Geschrieben von Cengiz Hendek